Rekordzahlen – Exporte 2017

made in austria

Die Exporte sind 2017 um 7% gestiegen, es sind Waren im Wert von über 140 Milliarden EUR ausgeführt worden, so schätzt die Wirtschaftskammer, basierend auf realen Zahlen von Jänner bis Oktober 2017. Den größten Zuwachs gab es bei Exporten nach Südkorea, Frankreich und Brasilien, aber auch Ausfuhren nach Russland, Ungarn und Tschechien haben zugenommen. Für 2018 wird gerechnet, dass die Exporte die Grenze der 150 Milliarden EUR übersteigen. Ca. 40.000 neue Arbeitsplätze sind 2017 im Export geschaffen worden.

Im Jahr 2000 waren noch ca. 12.000 Unternehmen im Export tätig, 2017 waren es bereits 60.000. 80% der Exporte bleiben in Europa, 9% gehen nach Asien und 8% nach Nordamerika. Exportiert werden vor allem Industrieanlagen, Chemieprodukte, Nahrungsmittel und Getränke.Dienstleistungen machten fast 60 Milliarden aus.

Exportzahlen für 2016 verfügbar

Wir Österreicher sind es ja gewohnt, jedes Jahr noch höhere Exportumsätze zu erzielen. 2016 war es anders. Das erste Mal seit 7 Jahren sind die Warenexporte zurückgegangen, wenn auch nur um 0,2% auf 131,2 Milliarden Euro gemäß Daten der Statistik Austria und der Wirtschaftskammer.

Unser größter Handelspartner ist nach wie vor Deutschland. Das größte Minus gab es mit Frankreich, ein Autoliefervertrag mit über 500 Millionen Euro ist u.a. ausgelaufen.

Rechnet man exportierte Dienstleistungen hinzu, dann hat es sogar ein leichtes Plus gegeben. Der Dienstleistungsexport ist um 3 % auf ca. 55 Milliarden Euro gestiegen. Nur ein Drittel davon ist auf den Tourismus zurückzuführen, den Rest machen Architektur, technische- und Beratungsdienstleistungen sowie die Kreativwirtschaft aus.

Nullwachstum in Frankreich im 2 Quartal 2016

Tour Eiffel

Tour Eiffel / copyright Eurecoop

 

Obwohl die BIP-Vorhersage für das 2. Quartal 0,3% betrug, kommt die Wirtschaft aufgrund der gesellschaftspolitischen Ereignisse (Attentate, Streiks) nicht vom Fleck. Sowohl der Konsum der privaten Haushalte, als auch die Investitionen in die Wirtschaft sind geschrumpft. Sinkende Exporte machen das Bild komplett. Trotz allem gehen die Wirtschaftsauguren bis Jahresende von einem Gesamtwachstum von 1,4% aus und sind der Meinung, dass der Brexit kurzfristig keinen Einfluss auf die Situation in Frankreich hat.

Profitiert Frankreich wirtschaftlich von der Europameisterschaft?

EM in Frankreich

EM in Frankreich

Die EM findet in 10 französischen Städten statt und dauert insgesamt 4 Wochen. Was hat Frankreich davon? Neben hohen Ausgaben für die Sicherheit leidet das Land unter den anhaltenden Streiks. Zugeständnisse an die Streikenden im Angesicht des zu erwartenden Besucherstroms sollen die Regierung schon mehrere Milliarden Euro gekostet haben.

Insgesamt werden 2,5 Millionen Zuschauer in den Stadien erwartet. Lt. Einer Studie des Centre de droit et d’économie du sport (CDES) in Limoges sollen sich die Einnahmen auf insgesamt 2,8 Milliarden Euro (davon 1,3 Milliarden von ausländischen Besuchern) belaufen. Hochgerechnet geben ausländische Fans pro Spieltag € 500,- aus, französische Fans zwischen € 100,- und 200,-. So sollen alleine knapp 200 Millionen mehr an Steuereinnahmen (vor allem Umsatzsteuer) lukriert werden. Für die Dauern der EM sollen 94.000 Personen eine Beschäftigung finden.

Die Investitionen in die Infrastruktur (öffentlich und privat) belaufen sich auf 1,6 Milliarden. So bleibt lt. Berechnung ein sattes Plus für den Standort.

Auswirkungen des Hochwassers auf Frankreichs Wirtschaft

Frankreich ist zur Zeit gezeichnet: Streiks, Terrorbedrohung zur kommenden Fussball EM und das außerordentliche Hochwasser. Der französische Finanzminister Michel Sapin sagt in einem Interview, dass die Auswirkungen zwar für die betroffenen Regionen katastrophal seien, die Gesamtwirtschaft Frankreichs ist jedoch stabil. Es ist noch zu früh, konkrete Schätzungen abzugeben – man rechnet auf jeden Fall mit einem Schaden von 1 Milliarde Euro.

» Weiterlesen

Die wichtigsten Exportländer 2015

Der größte Exportpartner 2015 war Deutschland mit 39,5 Milliarden €, an zweiter Stelle stehen die USA mit ca. 9 Milliarden €, danach Italien mit 8,2 Milliarden €,  die Schweiz liegt an vierter Stelle mit 7,1 Milliarden €, an fünfter Stelle erst liegt Frankreich mit 5,9 Milliarden €. Spanien hat es nicht unter die obersten zehn geschafft.

Energieeffizienzgesetz in Frankreich

Im Juni 2015 wurde in Frankreich das Energiewendegesetz ( La loi sur la Transition énergétique pour la croissance verte) verabschiedet. Das Gesetz fixiert die Ziele der Energiewende. So müssen z.B. Treibhausgase bis 2030 um 40% reduziert werden, bis 2050 dürfen Sie sogar nur mehr 25% des heutigen Niveaus betragen. Der Endenergieverbrauch muss bis 2050 halbiert werden. Die Energieeinsparung soll vor allem durch Dämmung bestehender Gebäude (Ziel: 500.000 Gebäude pro Jahr), aber auch durch energieeffiziente Neubauten erreicht werden. Elektroautos werden gefördert, für den Ersatz eines Dieselfahrzeuges durch ein „sauberes Fahrzeug“ werden Zuschüsse vergeben.

Mehr (auf Franzöisch) hier…..

PS: Wir helfen gerne beim Lesen des Gesetzes und dem Erstellen einer Exportstrategie!

Handelsbeziehungen mit Frankreich

2014 exportierten wir Waren für 6,24 Mrd. € nach Frankreich. Um welche Produkte handelt es sich? Vor allem um Maschinen und Apparate, KFZ-Komponenten, Kunststoffe, Eisen, Stahl, elektrische Maschinen und Apparate. Im Gegenzug importierten wir Waren im Wert von 3,67 Mrd €, vor allem KFZ, Maschinen, Kunststoffe und Lebensmittel.

 

Frankreichs Wirtschaft wächst 2016

Gem. Informationen des Kreditversicherers Coface wächst die Wirtschaft Frankreichs 2016 um 1,4%. Unternehmensinsolvenzen sind auf relativ hohem Niveau, gehen aber insgesamt zurück. Besonders hohes Insolvenz-Risiko wird in der Transport- und in der Baubranche gesehen.