Profitiert Frankreich wirtschaftlich von der Europameisterschaft?

EM in Frankreich

EM in Frankreich

Die EM findet in 10 französischen Städten statt und dauert insgesamt 4 Wochen. Was hat Frankreich davon? Neben hohen Ausgaben für die Sicherheit leidet das Land unter den anhaltenden Streiks. Zugeständnisse an die Streikenden im Angesicht des zu erwartenden Besucherstroms sollen die Regierung schon mehrere Milliarden Euro gekostet haben.

Insgesamt werden 2,5 Millionen Zuschauer in den Stadien erwartet. Lt. Einer Studie des Centre de droit et d’économie du sport (CDES) in Limoges sollen sich die Einnahmen auf insgesamt 2,8 Milliarden Euro (davon 1,3 Milliarden von ausländischen Besuchern) belaufen. Hochgerechnet geben ausländische Fans pro Spieltag € 500,- aus, französische Fans zwischen € 100,- und 200,-. So sollen alleine knapp 200 Millionen mehr an Steuereinnahmen (vor allem Umsatzsteuer) lukriert werden. Für die Dauern der EM sollen 94.000 Personen eine Beschäftigung finden.

Die Investitionen in die Infrastruktur (öffentlich und privat) belaufen sich auf 1,6 Milliarden. So bleibt lt. Berechnung ein sattes Plus für den Standort.

Auswirkungen des Hochwassers auf Frankreichs Wirtschaft

Frankreich ist zur Zeit gezeichnet: Streiks, Terrorbedrohung zur kommenden Fussball EM und das außerordentliche Hochwasser. Der französische Finanzminister Michel Sapin sagt in einem Interview, dass die Auswirkungen zwar für die betroffenen Regionen katastrophal seien, die Gesamtwirtschaft Frankreichs ist jedoch stabil. Es ist noch zu früh, konkrete Schätzungen abzugeben – man rechnet auf jeden Fall mit einem Schaden von 1 Milliarde Euro.

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